Sozial-Aktie

grüne Schale

"Die Armut wächst, die Not ist sehr groß." Horst Huber, Vorsitzender des Diakonievereins Schwabach - St. Martin, und Pfarrer Dr. Paul-Hermann Zellfelder sehen in Schwabach einen zunehmenden Bedarf für Unterstützung. Evangelische Kirche und Diakonie in Schwabach haben deshalb reagiert. Mit dem Kauf der "Sozial-Aktie" des Diakonievereins kann man "in Freude investieren", so der Slogan.

Dr. Paul-Hermann Zellfelder erlebt zunehmende materielle Armut ganz unmittelbar. Nach den Erfahrungen des geschäftsführenden Pfarrers von St. Martin ist in jüngster Vergangenheit die Zahl der Konfirmanden gestiegen, die sich die Fahrt ins Konfi-Camp nicht mehr leisten können.
"In diesem Jahr gab es einen Zuschussbedarf von 1300 EUR", schilderte Dr. Zellfelder die Lage. "Eine massive Zunahme", fügt er hinzu. Immer mehr Menschen wenden sich auch ans Pfarramt, weil das Geld für die Heizkostennachzahlung fehlt, eine Familienfeier ansteht oder sie sich eine medizinische Behandlung nicht leisten können. "Wir wurden auch schon um Geld für eine Operation gefragt", sagt Dr. Zellfelder.
Bislang waren im Haushalt des Diakonievereins für solche und ähnliche Fälle 5000 EUR vorgesehen. "Das reicht nicht mehr", sagt Horst Huber. Der Verkauf von "Sozial-Aktien" soll den Diakonieverein nun mit zusätzlichen Mitteln ausstatten. Stücke von 20, 50 oder 100 EUR sollen helfen, alte Menschen besser zu versorgen, junge umfangreicher zu fördern und für Familien mehr Lebensqualität zu schaffen. "Unsere Arbeit kommt an," weiß Horst Huber, "deshalb wollen wir sie auf eine stabile wirtschaftliche Grundlage stellen."

Alle "Aktionäre" werden einmal im Jahr zu einer Hauptversammlung eingeladen. Dort werden sie erfahren, was aus ihrem Einsatz geworden ist, welche Projekte damit unterstützt wurden und wie sie sich entwickeln.
Rendite wird das Papier allerdings nicht abwerfen. "Dafür investiert man in das wertvollste, was wir haben: Unsere Mitmenschen", sagt Horst Huber. Für uns geht es nicht um kurzfristige Gewinne erklärt er, "sondern um Lebensgeschichten".
Dass diese Geschichten auch für Schwabacher in Not einen guten Verlauf nehmen, dazu kann jeder mit dem Kauf einer Sozial-Aktie beitragen.

Infoblatt: Sozial-Aktie