Familiengottesdienst zum Selberfeiern in der Familie

Hier finden Sie die Liturgie zu einem Familiengottesdienst für Ostersonntag den Sie zu Hause mit Ihren Kindern feiern können.


Sucht Euch zur Vorbereitung folgendes Material zusammen:

Eine Kerze,
ein Kreuz (oder etwas, woraus ihr ein Kreuz legen könnt),
ein ausgeschnittenes Herz,
ein Stück Brot, das ihr miteinander teilen könnt,
sonnengelbe Bänder (Stoffbänder, Wolle oder Papierstreifen, die schon gelb sind oder die ihr vorher gelb anmalt.)

Und sucht euch vorher aus, welche Lieder ihr gerne singen möchtet.

Eure Eltern oder größere Geschwister lesen die Texte und ihr macht einfach mit.
Immer wenn es für euch etwas zu tun gibt, ist es fett gedruckt.



Ostergottesdienst „Jesus Liebe wirkt weiter“

Anfangslied z.B. Zu Ostern in Jerusalem

Wir feiern Ostern aber heute ist es ganz anders als sonst.
Wir sitzen als Familie zusammen.
Jesus ist am Kreuz gestorben
und doch feiern wir heute, dass er lebt und bei uns ist.
Kinder legen das Kreuz in die Mitte.
Kinder zünden (mit Hilfe der Erwachsenen) die Kerze an.

Wir beten:

Gott,
wir feiern heute nicht im Kindergarten, sondern zu Hause Ostern.
Viele andere Menschen feiern auch Ostern ganz anders als sonst.
Auch wenn wir uns dabei nicht sehen können, feiern wir doch miteinander.
Wir feiern Ostern, weil Gottes Liebe, Gottes gute Kraft stärker ist als alle Einsamkeit, Trauer oder Langeweile. Wir feiern Ostern, weil Jesus lebt und für uns da ist. Amen.

Lied: z.B.: Hört wen Jesus glücklich preist
Strophen ergänzt mit:
Jesus lebt, das Osterlicht - Halleluja, Dunkelheit und Nacht durchbricht – Halleluja.

Ich möchte euch davon erzählen, wie die Freunde von Jesus zuerst noch ganz traurig waren, aber später neuen Mut gefunden haben und aufgeregt weitererzählt haben, dass Jesus lebt.
Vielleicht habt ihr Lust, in dieser Geschichte immer wieder die Freunde von Jesus zu spielen, so dass wir sehen können, wie sie sich gefühlt haben.

Die Geschichte beginnt mit zwei Freunden von Jesus. „Jetzt ist alles mit Jesus aus und vorbei. Alles Schöne, was wir mit ihm erlebt haben, ist verloren“, denken sie. Und so gehen sie weg von dem Ort, an dem sie mit Jesus gewesen sind. „Jesus ist am Kreuz gestorben, was sollen wir noch hier?“ sagen sie sich.

Sie lassen den Kopf hängen. Langsam, mutlos, enttäuscht machen sie sich auf den Weg.

Jetzt könnt ihr ausprobieren, wie sich das anfühlt, so traurig aufzustehen und loszugehen. (Ihr könnt euch dabei auch gegenseitig Vorschläge machen.)

„Wir sind traurig. Jesus ist tot. Wir sind ganz allein. Wie soll es jetzt weitergehen?
Da hatte uns Jesus früher so oft gesagt, dass er immer für uns da ist – aber jetzt?“ denken sie enttäuscht.

Da ist jemand zu ihnen gekommen und ist mit ihnen mitgegangen.
Die Freunde von Jesus haben ihm ihren ganzen Kummer, ihre ganzen Sorgen erzählt.
Und er hat ihnen zugehört.
Da war es ihnen schon ein wenig leichter ums Herz.
Sie waren nicht mehr ganz so bedrückt.

Was meint ihr, wie die Jünger aussahen, als es Ihnen ein wenig besser ging, als nicht mehr alles so schwer war? Zeigt ihr uns, wie ihr euch jetzt die Freunde von Jesus auf ihrem Weg vorstellt.

Der Mann hat nachgefragt, was sie mit Jesus erlebt haben.
Und sie haben sich an Jesus erinnert: Wie sie mit ihm zusammen waren, wie sie zusammengesessen haben. Wie sie miteinander gesprochen haben. Wie er Menschen getröstet hat, Ihnen Mut gemacht hat, wie er für alle da war – für Kinder und Erwachsene, auch für Einsame, für Arme, für Kranke sogar für die, die sonst keiner mehr gemocht hatte.
„Ja“, so könnte der Mann geantwortet haben „von dieser Liebe zu den Menschen konnte niemand den Jesus abbringen. Auch nicht der Tod am Kreuz. Gerade durch seinen Tod am Kreuz, zeigt er, wie wichtig für Gott jeder Mensch ist. Er lässt niemandem im Stich. Es gibt keinen Schmerz und keinen Kummer mehr, den Jesus nicht selbst kennt.“

Kinder legen das Herz zum Kreuz.

Die Freunde von Jesus beginnen das Kreuz jetzt neu zu verstehen. Sie spüren wieder, wie nah ihnen Jesus ist, wie er ihnen Mut gemacht hat. Mitten im Herzen spüren sie das.

Wie könnte es aussehen, wenn ich etwas ganz tief in mir spüre und ich wieder zuversichtlich werde? Versucht wieder die Freunde von Jesus zu spielen.

Dazu können wir singen:
Lied: z.B. Gottes Liebe ist so wunderbar

Dieses Gefühl „Ich bin nicht allein. Ich bekomme wieder Mut. Wir finden Wege, wie es weitergehen kann. Gottes Liebe begleitet uns.“ - dieses Gefühl wollten sich die Freunde von Jesus bewahren – auch als es Abend wurde. So bitten Sie den Mann, dass er bei ihnen bleibt. Als sie sich zum Essen zusammengesetzt haben, nimmt der Mann das Brot, dankt Gott und bricht das Brot. In diesem Augenblick erkennen Sie, dass es Jesus selbst war, der mit ihnen unterwegs war.
 
Gemeinsam können auch wir jetzt Gott danken und das Brot miteinander teilen.

Die Geschichte geht noch weiter:
Die Freunde wollten Jesus gern mitnehmen, damit alle sehen: Jesus lebt.
Aber sobald sie Jesus erkannt hatten, war er nicht mehr zu sehen.
Jesu Freunde sind trotzdem losgegangen und haben erzählt, dass Jesus lebendig ist. Sie wussten ja, dass er mit seiner guten Kraft bei ihnen ist. Sie erzählten, dass er ihnen Mut gemacht hat, dass sie sich wieder freuen können, dass sie wieder Gottes Liebe spüren.

Jeus lebt – anders als früher. Seine Liebe, sein Leben macht es hell. Lichtblicke strahlen ins Leben hinein.

Damit man das sehen kann, könnt ihr die Lichtstrahlen um das Kreuz legen und euch miteinander überlegen, wem ihr gerne weitersagen wollt, dass sie nicht allein sind. An wen denkt ihr? Was wünscht ihr ihnen?
Dabei entsteht eine Ostersonne.

Lied: z.B. Wir wollen alle fröhlich sein.

Wir beten:
Gott, deine Liebe begleitet uns auch weiterhin.
Lass uns und alle Menschen immer wieder spüren, dass du für uns da bist.
Schenke uns Lichtblicke, wenn es zu Hause schwierig wird und lass uns miteinander Schönes  entdecken. Amen

Vaterunser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen:    

Wie die Ostersonne das Kreuz erhellt,
so ist Gott für uns da: für Große und Kleine.
In Sorgen, Angst, Trauer und Freude.
Gottes Licht begleitet uns.
Gottes Liebe umgibt uns.
Gottes Freude macht uns fröhlich.
So segnet und behütet uns der allmächtige und liebende Gott
Vater, Sohn und Heiliger Geist


Ihr könnt das Kreuz mit dem Herzen und der Ostersonne fotografieren und als Ostergruß verschicken.